Der Bau wurde beispielhaft in einer Region errichtet in der Kinder
und
Jugendliche ein hohes
Aggressionspotential besitzen. Dieser Platz sollte beständig in
der Bauphase bleiben, um
Aggressionspotentialen positiven Durchfluß zu lassen und eine
Identifikation mit dem Bauwerk
lebendig zu halten. Dies wurde in Lahstedt nicht genügend
realisiert
oder durch angedachte Begleitaktionen frühzeitig gefördert.
Die
Ideen der Projektgruppe wurden nur teilweise verstanden. Kindern wurde
verboten auf dem Weidenhaus zu klettern usw., was nicht im Sinne der
Projektgruppe und unserer Planung war. Eine regenschutzbietende
Holzhütte
innerhalb des
Naturbaus wurde errichtet und durfte von den Kindern und Jugendlichen
nicht spontan mit Graffitis
bemalt oder erklettert werden, was ebenfalls nicht im Sinne der
Projektgruppe
und unserer Planung war.
Die Projektgruppe hat dieses Projekt zu früh sich selbst
überlassen.
Die Notwendigkeit einer
intensiveren Nachbetreuung in der auf ehemaligen Planungsziele
intensiver
hingewiesen wird, wurde
von der Projektgruppe übersehen. Erst wenn unserer Einsichten
und neuen Ideen besser verstanden
werden, können wir uns von diesen Projekten völlig
verabschieden
und sie sich und ihrem
regionalem Umfeld (Schulen, Gemeindeverwaltung u.s.w.) selbst
überlassen,
was langfristiges Ziel
ist. In den ersten 3 Jahren nach der EXPO2000 konnte der
Interessenkonflikt
zwischen Kindern und Jugendlichen auf der einen und Erwachsenen mit
ihren
Interssen auf der EXPO2000 auf der andern Seite konnte zunächst
nicht
zugunsten der Kinder und der Jugendlichen entschieden werden.
Jugendliche mit hohem Aggressionspotential leben fast beständig
im Spannungsfeld zwischen Reiz und Verbot: Wahrscheinlich durch
unerlaubtes
"Zündeln" wurde der Bau von Jugendlichen der Region versehentlich
abgefackelt. Die Weiden trieben 2004 aus den abgebrannten Stümpfen
wieder aus !
Wenn beispielsweise in einem gemeinsamen Wohnzimmer, das von Kindern
und "sozial schwächeren" Eltern genutzt wird, für die Kinder
kein räumlicher und akkustischer Platz für ihre Spiele ist,
nichts
herumliegen darf, woran sie mit ihrer Phantasie anfangen können zu
spielen und sie nur erfahren, daß nur der diesen Raum bekommt,
der
stärker oder aggressiver ist, entstehen ihre Aggressionen zu
recht.
Wenn Heinrich Benjes in seinem Engagement und Verständnis für
Kinder sagt: "Es muß was rumliegen dürfen", meint er diese
Wohnzimmer
genauso wie unsere deutsche Kultur-Landschaft, die um Hannover-Lahstedt
grausam aufgeräumt wurde. Für die Jugendlichen dort ist
"nicht
genug los"...
Durch den Neuaustrieb der Weiden nach dem Brand ist im Lahstedter Umland ist durch die EXPO ein neuer Abendteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche, an dem die Erwachsenen nun zum Glück einiges Interesse verloren haben entstanden und ein neues kleines Biotpop . Hier darf nun endlich etwas Unordnung herrschen - in einer strukturarmen Regionen, in der es durch die Ausräumung von Heckenrandstreifen u.ä. an Rückzugspunkten und unordentlichem Freiraum für Kinder, nicht mehr gar so arg fehlt.
Wir bedanken uns bei Herrn Bürgermeister Ex, der durch sein
ungewöhnlich
großes Verständnis für unsere radikal neuen Ideen,
letztlich zum Gelingen des Projekts beitrug.
Wir bedanken uns bei Herrn Blumberg für die Herstellung des
Kontaks
zur Gemeinde Lahstedt.
Projektgruppe Naturbauten
Heiko Gramß
Jagdhaus Alte Kirche
37139 Adelebsen
Tel.: 05506 999350
mobil: 0171 9235769
email: info@naturbauten.de