Die Kopfweide ist die Bezeichnung für eine alte Kulturform der
Weide, die einen regelmäßigen Nachschnitt erfordert. Dieser
Schnitt erfolgt in der kalten Jahreszeit.

Hier sehen Sie eine ungewöhnlich weit oben abgeschnittene
Kopfweide.
Das Wort "Kopfweide" bezeichnet also nicht die botanische Art der
Weide,
sondern nur die Tatsache, wie sie geschnitten oder "auf den Kopf
gesetzt"
wurde. Oft sieht man sie an Bachrändern.
Die dünnen aus dem Stuken herausgewachsenen Zweige werden im
Spätwinter
abgeschnitten ("geschneitelt") und z.B. noch immer von Korbmachern als
Flechtmaterial benutzt. Kopfweiden gibt es seit dem Mittelalter. Sie
sind
wegen ihres von Löchern, Höhlen und Rissen durchzogenen
Kopfes
und der schutzbietenden dichten Zweigstruktur schützenswerte
Kleinstbiotope.
Wartet man mit dem Schneiteln einige Jahre werden aus den Zweigen dicke
Äste, die wir beim lebenden Weidenhaus verbaut haben - die
"Kopfweide"
erhält dann oft erst durch uns erhielt den längst fällig
gewordenen Pflegeschnitt, der ein Auseinanderbrechen des Baumes
verhindert.
Die Korbweide (Salix viminalis) zeichnet sich durch hohe
Biegsamkeit
aus und wird daher traditionell gerne in der beschriebenen Form von
Korbmachern
benutzt. Für den modernen Weidenbau sind die Ansprüche an die
Biegsamkeit geringer: Selbst Bruchweiden (Salix fragilis)
können vorsichtig verbaut werden.
Weiden treten häufig bastadisiert auf. Ihre genaue
Sortenbestimmung
erfordert gute botanische Kenntnisse.
weitere Informationen bei
Projektgruppe Naturbauten
Heiko Gramß
Jagdhaus Alte Kirche
37139 Adelebsen
Tel.: 05506 999350
mobil: 0171 9235769

email: info@naturbauten.de
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